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Entscheidungen treffen

Entscheidungspunkte sind das Herzstück von Krisensimulationen, bei denen Sie Krisenmanagement-Prinzipien auf realistische Szenarien anwenden.

Entscheidungspunkte verstehen

Was macht eine gute Entscheidung aus?

In Krisensimulationen werden Entscheidungen bewertet nach:

Effektivität

Geht sie das Problem an?

Stakeholder-Auswirkung

Wie wirkt sie sich auf alle Parteien aus?

Risikomanagement

Abwägung von Risiko vs. Nutzen

Ressourceneffizienz

Angemessener Einsatz von Ressourcen

Rechtzeitigkeit

Schnell genug getroffen?

Kommunikation

Angemessene Stakeholder-Benachrichtigung

Entscheidungsfindungs-Framework

OODA-Schleife

Beobachten → Orientieren → Entscheiden → Handeln
1

Beobachten

Informationen über die aktuelle Situation sammeln
2

Orientieren

Analysieren, was die Informationen im Kontext bedeuten
3

Entscheiden

Den besten Handlungsweg wählen
4

Handeln

Sich zur Entscheidung verpflichten und das Ergebnis sehen

DECIDE-Modell

Ein umfassendes Krisen-Entscheidungs-Framework:
  • Das Problem definieren
  • Etablierung von Kriterien für Lösungen
  • Consider (Alternativen berücksichtigen)
  • Identifizierung der besten Alternative
  • Develop (Aktionsplan entwickeln und umsetzen)
  • Evaluierung und Überwachung der Ergebnisse

Entscheidungstypen

Hochrangige Ausrichtung
  • Gesamtstrategie der Krisenreaktion
  • Ressourcenzuteilungsprioritäten
  • Langfristige vs. kurzfristige Kompromisse
  • Organisatorische Positionierung
Beispiel: Einrichtung räumen oder vor Ort Schutz suchen?

Gängige Entscheidungsszenarien

Zeitdruck-Entscheidungen

Herausforderung: Muss schnell bei unvollständigen Informationen entscheiden Strategie:
80/20-Regel verwenden - gut genug schlägt perfekt zu spät
Standardprotokolle anwenden, wenn verfügbar
Training und Instinkt vertrauen
Akzeptieren, dass etwas Unsicherheit unvermeidbar ist

Entscheidungen bei Informationsmangel

Herausforderung: Kritische Informationen fehlen Strategie:
Identifizieren, was Sie wissen vs. was Sie nicht wissen
Vernünftige Annahmen treffen, diese klar angeben
Option wählen, die für mehrere Szenarien robust ist
Anpassung planen, wenn mehr Informationen auftauchen

Hochriskante Entscheidungen

Herausforderung: Bedeutende Konsequenzen in jedem Fall Strategie:
Jede Option systematisch bewerten
Worst-Case-Szenarien berücksichtigen
Verfügbare Ressourcen/Verfahren konsultieren
Risikoaversion mit entschiedenem Handeln ausbalancieren

Ethische Dilemmata

Herausforderung: Optionen beinhalten konkurrierende Werte Strategie:
Die ethischen Prinzipien im Konflikt identifizieren
Stakeholder-Perspektiven berücksichtigen
Organisatorische Werte anwenden
Begründung für Transparenz dokumentieren

Best Practices für Entscheidungsfindung

Wählen Sie nicht die erste vernünftige Option. Überprüfen Sie alle Auswahlmöglichkeiten, um sicherzustellen, dass Sie die beste und nicht nur eine akzeptable wählen.
Denken Sie über unmittelbare Ergebnisse hinaus. Was passiert als Nächstes? Und danach?
Wer ist betroffen? Mitarbeiter, Kunden, Aufsichtsbehörden, Öffentlichkeit, Aktionäre?
Prüfen Sie, ob Notfallpläne, Verfahren oder Daten Ihre Entscheidung informieren können.
Einige Entscheidungen erfordern sofortiges Handeln; andere profitieren von Überlegung. Wissen Sie, was was ist.
Notieren Sie, warum Sie so entschieden haben. Hilft beim Lernen und bei realer Rechenschaftspflicht.
Einmal entschieden, entschlossen umsetzen. Zögerliche Ausführung untergräbt gute Entscheidungen.

Team-Entscheidungsfindung

Gemeinschaftliche Entscheidungen

In Gruppensimulationen erfordern einige Entscheidungen Team-Input:
1

Informationen teilen

Jedes Teammitglied trägt relevantes Wissen bei
2

Optionen diskutieren

Pro/Contra der Wahlmöglichkeiten debattieren
3

Konsens bilden

Versuchen, sich auf die beste Option auszurichten
4

Entscheiden

Abstimmen, Konsens erreichen oder Leiter entscheidet basierend auf Input
5

Entscheidung unterstützen

Einmal getroffen, unterstützt das Team sie, auch wenn es nicht ihre Präferenz war

Gruppendenken vermeiden

Gruppendenken-Risiken:
  • Konformitätsdruck
  • Alternative Ansichten abtun
  • Illusion von Einstimmigkeit
  • Selbstzensur
Gegenmaßnahmen:
Advocatus-Diaboli-Rolle fördern
Diverse Perspektiven suchen
Annahmen hinterfragen
Externe Standpunkte berücksichtigen

Aus Entscheidungen lernen

Nach jeder Entscheidung

Das Ergebnis verstehen
  • Was geschah aufgrund Ihrer Wahl?
  • Warum wurde sie so bewertet?
  • Was waren die Konsequenzen?

Zu vermeidende Entscheidungsfallen

Analyselähmung

Falle: Überdenken bis zur UntätigkeitLösung: Entscheidungsfristen setzen, “gut genug”-Standard verwenden

Bestätigungsfehler

Falle: Nur Informationen sehen, die Ihre bevorzugte Option unterstützenLösung: Aktiv nach widersprechenden Beweisen suchen

Verfügbarkeitsheuristik

Falle: Die neuesten Informationen übergewichtenLösung: Alle verfügbaren Informationen überprüfen, nicht nur die neuesten

Ankereffekt

Falle: Sich auf anfängliche Informationen fixierenLösung: Neu bewerten, wenn neue Daten auftauchen

Versunkene-Kosten-Irrtum

Falle: Schlechten Ansatz fortsetzen wegen vergangener InvestitionLösung: Basierend auf Zukunft bewerten, nicht auf Vergangenheit

Übermäßiges Selbstvertrauen

Falle: Zu sicher trotz begrenzter InformationenLösung: Unsicherheit anerkennen, Notfallpläne planen

Nächste Schritte